Frühlingsfest im Evenburgpark
4.-5. Mai 2019

Sonnabend war es noch recht kalt, aber am Sonntag schien die Sonne und zahlreiche Menschen kamen und erfreuten sich an den schönen Blumen, Ständen mit Gartenschmuck, leckerem Kuchen und Würstchen. Und das Alles vor der romantischen Kulisse des Schlosses Evenburg.

Im schönsten Grün leuchteten die Blätter der Bäume. Die Gäste an unserem Stand plauderten mit uns bei einem Glas Erdbeerbowle. Bei guter Stimmung konnten wir viele Informationen über unsere Stiftung weitergeben.

Ein Dankeschön unseren Helfern, die mit viel Engagement unsere Arbeit unterstützt haben.


   
   

Dem Himmel so nah
6. Sonntagskonzert in der
 Evangelisch-reformierten Kirche zu Loga
10.02.2019


Dem Himmel so nah  fühlten sich die Gäste in der voll besetzten Evangelisch-reformierten Kirche zu Loga. Auf Einladung der Stiftung „Kultur tut Leer gut“ spielten die  beiden Musikerinnen Nicole Müller (Harfe) und Barbara Toppel (Querflöte) zeitgenössische und klassische Werke.

So begeisterten eine virtuose Querflötistin und eine begnadete Harfenspielerin das Publikum.

Die Kombination eines Zupf- und Blasinstrumentes ist ungewöhnlich. Der Reiz dieser Besetzung besteht im Reichtum an Klangfarben.


Das Interesse an alter- sowie an zeitgenössischer Musik und die Freude an neuen klanglichen Möglichkeiten waren das Fundament ihres kontrastreichen, intelligent gestalteten Programmes. Alle Stücke waren darauf abgestimmt, dass die Gäste sich dem Himmel wahrlich ganz nah fühlten. Charakteristisch für ihr Konzert war es, dass ihre Instrumente nicht nur im Zusammenspiel, sondern auch einzeln vorgestellt wurden.

Bei der Sonate Nr. 4 in C-DUR von Johann Sebastian Bach und bei Wolfgang Amadeus Mozarts 2. Andante KV 299 zeigte Barbara Toppel wie abwechslungsreich, atemberaubend virtuos und sinnlich eine Flöte gespielt werde kann. Technik und Emotion gehen bei ihr eine wunderbare Synthese ein.

Carlos Salzedo machte die Harfe zu einem modernen Soloinstrument, was Nicole Müller bei seinem „chanson dans la nuit“ eindrucksvoll beweisen konnte.


Bei Deborah Henson-Conants „Baroque flamenco“ war Schluss mit dem engelhaften Getue scheuer Fraulichkeit an den Saiten, mit dem viele Menschen Harfenspielerinnen verbinden. In dem Stück ging es um Power, musikalische Dramatik und Lebendigkeit.

Mit diesen ungewöhnlichen Höreindrücken ließen die beiden charmanten Musikerinnen das Publikum nicht allein. Sie führten anschaulich und mit viel Augenzwinkern durch die Geschichte und Möglichkeiten ihrer Instrumente.

Barbara Toppel und Nicole Müller haben deutlich gemacht, wie sehr die Harfe und Querflöte miteinander harmonieren.

Belohnt wurde die beiden Damen mit einem lang anhaltenden Applaus und „standing ovations“.

Etwas so faszinierendes erleben Musikliebhaber nicht alle Tage.





2. Advent 2018

Norwegischer Winter in Loga

Melanie Thiesbrummel las Babettes Fest von Tania Blixen.

Die Stiftung Kultur tut Leer gut hat in Zusammenarbeit mit der Evanglisch-reformierten Kirche den norwegischen Winter nach Loga geholt.  Es geht in Babettes Fest um Flucht und Asyl, Kunst und ihre Wirkung sowie um die Suche nach dem Glück.

Es war ein grauer, stürmischer Sonntagnachmittag, aber in der Evangelisch-reformierten Kirche in Loga war es kuschelig warm. Kerzen erleuchteten den Raum und ein festlich gedeckter Tisch stand im Chorraum. Es war alles bereit für ein französisches Diner. Die 110 Gäste wurden mit Glühwein, Punsch und selbstgebackenen skandinavischen Zimtschnecken verwöhnt.



Glück, das bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Ein besonderes Glückserlebnis gönnte sich die französische Köchin Babette. Sie wurde als Brandstifterin im revolutionären Frankreich verfolgt und floh nach Norwegen. Pietistische Schwestern nahmen sie als Bedienstete auf. Bescheidenheit und Askese bestimmten den Alltag, bis Babette eines Tages zu einem französischen Diner einlud. Es wirkte sich mit den kulinarischen Köstlichkeiten, zubereitet von der Meisterköchin, nicht nur auf die Geschmacksnerven sondern auch auf die Herzen der geladenen Gäste aus.

 

 

Sehr konzentriert lauschten die 110 Zuhörer der klangvollen Stimme von Melanie Thiesbrummel, die die schöne Sprache von Tania Blixen und die kleinen Besonderheiten der Geschichte ausdrucksstark ausschöpfte. Nichts ist in dieser Geschichte spektakulär, aber die eindringlich gezeichneten Figuren und die Schönheit der norwegischen Landschaft bezauberten die Gäste. Babettes Charme sprang auf sie über.

Mit Flöte und Geige und einem glockenklaren Sopran wurde diese wundersame, winterliche, romantische und außergewöhnliche Geschichte untermalt.

 

Die Gäste der Lesung hatten den grauen Adventssonntag genussvoll verbracht und spendeten reichlich Applaus.





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Das Geheimnis des roten Katers

Ein fantasievolles Spiel frei nach dem Märchen der gestiefelte Kater der Brüder Grimm.

 

Die Stiftung Kultur tut Leer gut lud in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek 100 Kinder aus Kindergärten zu einem Theaterstück in den Kulturspeicher ein.

 

Ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild, ausdrucksstarke, mit viel Liebe zum Detail gestaltete Spielfiguren, eine kindgerechte Handlung, die nicht verniedlicht, sondern realitätsnah bleibt, dies zeichnet ein gutes Theaterstück aus. Mit Frau Wolfgramm vom Figurentheater Marmelock wurde das bekannte Märchen „der gestiefelte Kater“ originell umgesetzt in das Stück für Kinder „das Geheimnis des roten Katers.“  Es ist ein „ein-Frau-Theater“ mit einer Mischung aus Schauspiel und Puppenspiel.

Es geht dabei um die Suche nach dem Glück. Der Müllersohn Hans hat Pech: Nach dem Tod seines Vaters erbt sein ältester Bruder den Hof, der zweitälteste die Mühle und er nur einen Silbertaler und einen Kater. Hans wird von seinen Brüdern betrogen und fühlt sich vernachlässigt und unglücklich. Aber in dem Kater steckt mehr, als zunächst gedacht. Das Wundertier ist gewitzt und hat schon einen Plan, wie er Hans zu Reichtum verhelfen kann. Der sprechende Kater in Stiefeln ist den Menschen weit überlegen.

Warum sind wir auch heute noch von Märchen verzaubert? Weil da immer alles ein gutes Ende findet.

Auch in diesem Theaterstück sind am  Schluss alle glücklich: Hans hat ein Schloss und eine bezaubernde Prinzessin, Lemone, die Prinzessin hat ihren Naturburschen Hans, der König hat seine Ruhe und der gestiefelte Kater bekommt jeden Tag eine Geschichte vorgelesen.

 

Den 100 Kinder aus den Kindergärten Klecks, Rasselbande, der evangelischen Paulus Gemeinde, des Kinderschutzhaus Leer und des Altstadtkindergarten eröffnete sich eine andere Sicht auf Glück. Glück entsteht nicht durch Reichtum, sondern Glück entsteht in uns.

   
   
   
   

Peter Hacks
Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
23.9.2018
Kulturspeicher

Als im Jahr 1976 die Uraufführung des Stückes stattfand, reagierten Publikum und Presse überschwänglich. Was ist es, das auch heute noch die mitreißende Wirkung der Geschichte von Charlotte von Stein, die sich nach Goethes fluchtartigem Weggang aus Weimar 1786 in Tiraden enttäuschter Liebe ergibt, ausmacht?

 

In dem Stück ist es gelungen Goethe näher zu kommen. Der Klassiker wird in Fiktion verwandelt. Und dies geschah im Kulturspeicher durch Eva Märtson. Sie braucht kein aufwendiges Bühnenbild: Nur ein Stuhl, ein Tisch und eine Schachtel mit Briefen. Eva Märtson füllt mit ihrer Stimme, ihrer Gestik, ihrer Mimik die ganze Bühne aus. Alle Facetten der Charlotte von Stein, wie Leidenschaft, Liebe, Eitelkeit, Machstreben, Wut, Verzweifelung, Niedertracht und Wollust spüren die Gäste hautnah.

 


Christoph Hempel gibt der Frau von Stein ein tönendes Seelenleben mit moderner digitaler Klangkunst.

Das Drama, indem, verletzt durch Goethes Abreise nach Italien, ganz alleine Charlotte von Stein zu Wort kommt, enthüllt viel mehr vom Wesen Goethes, als ein direkter Blick auf ihn hätte leisten können.

Mit stehenden Ovationen belohnte das Publikum die beiden Künstler.








Unterhaltung mit Niveau brachte die Kirche zum Beben
Rockabilly mit Cherry on the cake
22.9.18

Evangelisch-reformierte Kirche Loga

Die Damenband „cherry on the cake“ war auf Einladung der Stiftung Kultur tut Leer gut und der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Loga aus Köln angereist.

Milena Bergemann (Klarinette), Greta Schaller (Saxophon), Carola Beukenbusch (Tuba), Ruthhilde Holzenkamp (Rock Akkordeon), Julia Vaiberg (Klavier) und Laura Flanz (Schlagzeug) präsentierten 100 Jahre Unterhaltungsmusik auf hohem Niveau, vom Ragtime über Dixieland, Charleston, Tango argentino, Blues, Schlager der Zwanziger, Rock ‘n’ Roll bis zu gefühlvoll vorgetragenen Originalkompositionen des Tango-Königs Astor Piazolla.

Es war eine professionelle Musikdarbietung mit einer perfekten Bühnen-Show, bei der auch eine Steppeinlage durch die Leeraner Gruppe Six o`clock tap unter Leitung von Uwe Heger nicht fehlen durfte.

 

 


Die Band führte das Publikum in einem mitreißenden Entertainment durch eine kleine Geschichte der Unterhaltungsmusik. Die jeweiligen Stile wurden in geschickten und abwechslungsreichen Arrangements launisch präsentiert. Das Zusammenspiel stimmte, sogar beim Outfit der jungen Damen. Beim Bill Haley-Hit in Petticoat-Röcken wehte das Lebensgefühl der 50-er Jahre durch die Kirche.
Sonderapplaus erhielt die Tubistin, die eine original Geigenkomposition in unglaublicher Virtuosität auf ihrem Instrument präsentierte.
Mit ihrem überschäumenden musikalischen Temperament brachten die sechs jungen Kölner Musikerinnen den bis zum letzten Platz gefüllten Raum so in Schwung, dass das Publikum sich sogar zum Mitsingen der populären Evergreen der Comedian Harmonists hinreißen ließ.

Erst nach mehreren Zugaben entließ das begeisterte Publikum die Band.

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