Absinth
23.06.2019

"Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt."

(Joachim Ringelnatz)

 

 

„Ihr Männer, liebt eure Frauen!“

Die spritzige Inszenierung des Theater Mignon präsentierte geistreiche Höhepunkte der Weltliteratur. Kein Thema war vor den beiden stimmgewaltige Schauspielrinnen sicher: Liebe, Männer, das Geld und die Politik…

Alles wurde mal satirisch, mal frivol bis pikant betrachtet. Häufig erkannten sich die Gäste wieder in den Texten, wie „der Ehekrach“ oder „der Witz“. Kaum zu glauben, dass fast alle Texte von Männer geschrieben wurden, wie Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz oder Erich Kästner.



Knisternde Leidenschaft, berauschende Melodien, gespielt von der Swing-Band Uwe Heger, unterstützt von der grandiosen Sängerin Dorle Lange, dazu noch Glamour. So entstand eine Atmosphäre die berührte und verführte. Eine Zeitreise in die goldenen Zwanziger.

Die Gäste gingen mit einem Lächeln im Gesicht  in den schönen Sommerabend.

 

 

 

Besser kann man die Revue nicht beschreiben, als Karin Eden es in ihrem OZ - Bericht macht.

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Fotos:Heger,Folkerts,Hühns

 





Thlokomela
Benefizkonzert in der Friedenskirche Loga:
Dienstag 4.6. 2019
Mitreissender Rhythmus für ein Twonshipprojekt in Namibia

 

 

Die 16 jungen Erwachsenen kommen aus einem Township von Windhoek und wissen genau, wie sie ihr Publikum mit Gesang, Tanz und ihren Lebensgeschichten mitreißen können.

 

Aber bevor das Konzert in der Friedenskirche in Loga begann, besuchten die Gäste aus Namibia unsere schöne Altstadt.

 


Dann war es soweit. Die Kirche war voll besetzt:

180 Gäste in spannender Erwartung, gut gelaunt bei herrlichem Wetter und leckerer Erdbeerbowle.

Im ersten Teil konnten die Sängerinnen und Sänger mit gefühlvollen Balladen und ihrer Stimmgewalt überzeugen. Sie haben Gospel im Blut. Dieses „Feeling“ übertrug sich schon nach den ersten Tönen auf das Publikum, das sich von der begeisternden Darbietung mitreißen ließ.

Die Musik Afrikas sowie der afrikanische Tanz sind untrennbar miteinander verschmolzen. Das konnte man vor allem im zweiten Teil des Konzertes hautnah erleben. Voller Energie wirbelten die Tänzer und Tänzerinnen durch den Altarraum. Begeistert riss es die Zuhörer von den Kirchenbänken: Mitklatschen und -schnipsen.

Unter dem nicht endenden Applaus sangen und tanzten sich die jungen Künstler durch das Publikum aus der Kirche, um die Besucher im Garten singend zu verabschieden.

Dank großzügiger Spenden der Zuhörer können wir dem Projekt im Township 1728 Euro überweisen.

Thlokomela:

ein gelungenes Selbsthilfeprojekt!

 
   
   

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Kunst und Kultur im Garten des Kulturspeichers

 

Das Fest für die ganze Familie
26.05.2019


 

Wir haben in diesem Jahr das Kinderprogramm erweitert, und das hat sich sehr bewährt. 60 Ballerinas der Ballettschule Oberfeuer traten mit „Grimms Märchen“ auf. Es war voll auf und vor der Bühne, denn Eltern, Geschwister, Opa und Oma wollten die sehr gelungene Aufführung sehen. Die jungen Tänzerinnen bekamen reichlich Applaus und konnten sich anschließend bei dem Auftritt von Magier Linnert „erholen“. Seine Vorstellung war mehr als gelungen. Das Publikum trieb ihn zur Höchstform an.



Gleich am Anfang des sechs Stunden Programms trat die Leeraner Indi Pop Gruppe 8 Seasons auf und riss das Publikum mit. Obwohl die Bandmitglieder nach dem Abitur nicht mehr in Leer wohnen, hält die Gruppe zusammen und begeistert nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrem Charme.


Über den Chor „Voices“ muss man nicht viel schreiben. Sie sind jedes Jahr dabei und begeistern die Zuhörer.

Im letzten Jahr gab es Hitze, in diesem Jahr am Schluss des Programms Regen. Das ist Ostfriesland!

Trotzdem blieben viele Gäste, um das Theaterstück des „Lüttje Theater Bimm“ mit ihrem plattdeutschen Stück „Wat´n Hochtied“ zu sehen. Zum Abschluss spielte wieder die Bigband The Grove Gang des Teletta Gross Gymnasiums. Im Garten gab es einen Bücherflohmarkt und zum 1. Mal war Mario Sangen mit seinen Spielen dabei. Anstehen um mitzuspielen war angesagt, so gefragt waren seine tollen Spielgeräte.

Am Basteltisch stand der Kreativität nichts im Wege.

Wir sind super zufrieden mit dem neuen Konzept und den vielen hundert Gästen hat es auch gefallen. Das Fest im Kulturspeichergarten ist ein Aushängeschild für die Stadt Leer!






 


Frühlingsfest im Evenburgpark
4.-5. Mai 2019

Sonnabend war es noch recht kalt, aber am Sonntag schien die Sonne und zahlreiche Menschen kamen und erfreuten sich an den schönen Blumen, Ständen mit Gartenschmuck, leckerem Kuchen und Würstchen. Und das Alles vor der romantischen Kulisse des Schlosses Evenburg.

Im schönsten Grün leuchteten die Blätter der Bäume. Die Gäste an unserem Stand plauderten mit uns bei einem Glas Erdbeerbowle. Bei guter Stimmung konnten wir viele Informationen über unsere Stiftung weitergeben.

Ein Dankeschön unseren Helfern, die mit viel Engagement unsere Arbeit unterstützt haben.


   
   

Dem Himmel so nah
6. Sonntagskonzert in der
 Evangelisch-reformierten Kirche zu Loga
10.02.2019


Dem Himmel so nah  fühlten sich die Gäste in der voll besetzten Evangelisch-reformierten Kirche zu Loga. Auf Einladung der Stiftung „Kultur tut Leer gut“ spielten die  beiden Musikerinnen Nicole Müller (Harfe) und Barbara Toppel (Querflöte) zeitgenössische und klassische Werke.

So begeisterten eine virtuose Querflötistin und eine begnadete Harfenspielerin das Publikum.

Die Kombination eines Zupf- und Blasinstrumentes ist ungewöhnlich. Der Reiz dieser Besetzung besteht im Reichtum an Klangfarben.


Das Interesse an alter- sowie an zeitgenössischer Musik und die Freude an neuen klanglichen Möglichkeiten waren das Fundament ihres kontrastreichen, intelligent gestalteten Programmes. Alle Stücke waren darauf abgestimmt, dass die Gäste sich dem Himmel wahrlich ganz nah fühlten. Charakteristisch für ihr Konzert war es, dass ihre Instrumente nicht nur im Zusammenspiel, sondern auch einzeln vorgestellt wurden.

Bei der Sonate Nr. 4 in C-DUR von Johann Sebastian Bach und bei Wolfgang Amadeus Mozarts 2. Andante KV 299 zeigte Barbara Toppel wie abwechslungsreich, atemberaubend virtuos und sinnlich eine Flöte gespielt werde kann. Technik und Emotion gehen bei ihr eine wunderbare Synthese ein.

Carlos Salzedo machte die Harfe zu einem modernen Soloinstrument, was Nicole Müller bei seinem „chanson dans la nuit“ eindrucksvoll beweisen konnte.


Bei Deborah Henson-Conants „Baroque flamenco“ war Schluss mit dem engelhaften Getue scheuer Fraulichkeit an den Saiten, mit dem viele Menschen Harfenspielerinnen verbinden. In dem Stück ging es um Power, musikalische Dramatik und Lebendigkeit.

Mit diesen ungewöhnlichen Höreindrücken ließen die beiden charmanten Musikerinnen das Publikum nicht allein. Sie führten anschaulich und mit viel Augenzwinkern durch die Geschichte und Möglichkeiten ihrer Instrumente.

Barbara Toppel und Nicole Müller haben deutlich gemacht, wie sehr die Harfe und Querflöte miteinander harmonieren.

Belohnt wurde die beiden Damen mit einem lang anhaltenden Applaus und „standing ovations“.

Etwas so faszinierendes erleben Musikliebhaber nicht alle Tage.





2. Advent 2018

Norwegischer Winter in Loga

Melanie Thiesbrummel las Babettes Fest von Tania Blixen.

Die Stiftung Kultur tut Leer gut hat in Zusammenarbeit mit der Evanglisch-reformierten Kirche den norwegischen Winter nach Loga geholt.  Es geht in Babettes Fest um Flucht und Asyl, Kunst und ihre Wirkung sowie um die Suche nach dem Glück.

Es war ein grauer, stürmischer Sonntagnachmittag, aber in der Evangelisch-reformierten Kirche in Loga war es kuschelig warm. Kerzen erleuchteten den Raum und ein festlich gedeckter Tisch stand im Chorraum. Es war alles bereit für ein französisches Diner. Die 110 Gäste wurden mit Glühwein, Punsch und selbstgebackenen skandinavischen Zimtschnecken verwöhnt.



Glück, das bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Ein besonderes Glückserlebnis gönnte sich die französische Köchin Babette. Sie wurde als Brandstifterin im revolutionären Frankreich verfolgt und floh nach Norwegen. Pietistische Schwestern nahmen sie als Bedienstete auf. Bescheidenheit und Askese bestimmten den Alltag, bis Babette eines Tages zu einem französischen Diner einlud. Es wirkte sich mit den kulinarischen Köstlichkeiten, zubereitet von der Meisterköchin, nicht nur auf die Geschmacksnerven sondern auch auf die Herzen der geladenen Gäste aus.

 

 

Sehr konzentriert lauschten die 110 Zuhörer der klangvollen Stimme von Melanie Thiesbrummel, die die schöne Sprache von Tania Blixen und die kleinen Besonderheiten der Geschichte ausdrucksstark ausschöpfte. Nichts ist in dieser Geschichte spektakulär, aber die eindringlich gezeichneten Figuren und die Schönheit der norwegischen Landschaft bezauberten die Gäste. Babettes Charme sprang auf sie über.

Mit Flöte und Geige und einem glockenklaren Sopran wurde diese wundersame, winterliche, romantische und außergewöhnliche Geschichte untermalt.

 

Die Gäste der Lesung hatten den grauen Adventssonntag genussvoll verbracht und spendeten reichlich Applaus.





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Das Geheimnis des roten Katers

Ein fantasievolles Spiel frei nach dem Märchen der gestiefelte Kater der Brüder Grimm.

 

Die Stiftung Kultur tut Leer gut lud in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek 100 Kinder aus Kindergärten zu einem Theaterstück in den Kulturspeicher ein.

 

Ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild, ausdrucksstarke, mit viel Liebe zum Detail gestaltete Spielfiguren, eine kindgerechte Handlung, die nicht verniedlicht, sondern realitätsnah bleibt, dies zeichnet ein gutes Theaterstück aus. Mit Frau Wolfgramm vom Figurentheater Marmelock wurde das bekannte Märchen „der gestiefelte Kater“ originell umgesetzt in das Stück für Kinder „das Geheimnis des roten Katers.“  Es ist ein „ein-Frau-Theater“ mit einer Mischung aus Schauspiel und Puppenspiel.

Es geht dabei um die Suche nach dem Glück. Der Müllersohn Hans hat Pech: Nach dem Tod seines Vaters erbt sein ältester Bruder den Hof, der zweitälteste die Mühle und er nur einen Silbertaler und einen Kater. Hans wird von seinen Brüdern betrogen und fühlt sich vernachlässigt und unglücklich. Aber in dem Kater steckt mehr, als zunächst gedacht. Das Wundertier ist gewitzt und hat schon einen Plan, wie er Hans zu Reichtum verhelfen kann. Der sprechende Kater in Stiefeln ist den Menschen weit überlegen.

Warum sind wir auch heute noch von Märchen verzaubert? Weil da immer alles ein gutes Ende findet.

Auch in diesem Theaterstück sind am  Schluss alle glücklich: Hans hat ein Schloss und eine bezaubernde Prinzessin, Lemone, die Prinzessin hat ihren Naturburschen Hans, der König hat seine Ruhe und der gestiefelte Kater bekommt jeden Tag eine Geschichte vorgelesen.

 

Den 100 Kinder aus den Kindergärten Klecks, Rasselbande, der evangelischen Paulus Gemeinde, des Kinderschutzhaus Leer und des Altstadtkindergarten eröffnete sich eine andere Sicht auf Glück. Glück entsteht nicht durch Reichtum, sondern Glück entsteht in uns.

   
   
   
   

Peter Hacks
Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
23.9.2018
Kulturspeicher

Als im Jahr 1976 die Uraufführung des Stückes stattfand, reagierten Publikum und Presse überschwänglich. Was ist es, das auch heute noch die mitreißende Wirkung der Geschichte von Charlotte von Stein, die sich nach Goethes fluchtartigem Weggang aus Weimar 1786 in Tiraden enttäuschter Liebe ergibt, ausmacht?

 

In dem Stück ist es gelungen Goethe näher zu kommen. Der Klassiker wird in Fiktion verwandelt. Und dies geschah im Kulturspeicher durch Eva Märtson. Sie braucht kein aufwendiges Bühnenbild: Nur ein Stuhl, ein Tisch und eine Schachtel mit Briefen. Eva Märtson füllt mit ihrer Stimme, ihrer Gestik, ihrer Mimik die ganze Bühne aus. Alle Facetten der Charlotte von Stein, wie Leidenschaft, Liebe, Eitelkeit, Machstreben, Wut, Verzweifelung, Niedertracht und Wollust spüren die Gäste hautnah.

 


Christoph Hempel gibt der Frau von Stein ein tönendes Seelenleben mit moderner digitaler Klangkunst.

Das Drama, indem, verletzt durch Goethes Abreise nach Italien, ganz alleine Charlotte von Stein zu Wort kommt, enthüllt viel mehr vom Wesen Goethes, als ein direkter Blick auf ihn hätte leisten können.

Mit stehenden Ovationen belohnte das Publikum die beiden Künstler.