Berichte

 


 Musik streichelt die Seele

Fensterkonzerte in Leeraner

Altenheimen

 

 

Es gibt sie wieder

Die Stiftung „Kultur tut Leer gut“ organisiert Fensterkonzerte vor Seniorenheimen im Landkreis Leer:

Wenn die Menschen nicht zu unseren Konzerten kommen können und wir nicht zu ihnen in das Heim, dann stellen wir uns davor und musizieren. 

Wir freuen uns über die finanzielle Unterstützung durch das Land Niedersachsen. So können wir etwas Freude und positive Emotionen vor Ort erzeugen.

Viele Künstler aus dem Landkreis Leer sind dabei: Glücklich wieder eine Bühne zu haben und das zu machen, wofür sie „brennen“: Musik für ein Publikum.


So werden ein Platz im Garten, ein Pavillon oder ein Stuhl im Innenhof zur Bühne, ein offenes Fenster und ein Balkon zur Zuschauergalerie.
Vogelgezwitscher, ostfriesischer Wind und die ostfriesische Sonne tragen dazu bei, die besondere Atmosphäre dieser Konzerte zu unterstreichen.

Wir wollen etwas für die Menschen tun, die durch die Krise besonders benachteiligt sind. Da sind die Bewohner von Seniorenheimen ganz oben auf der Liste.
Aber auch für die Künstler: Keine Auftritte, Konzerte müssen abgesagt werden, ein gemeinsames Proben ist nicht möglich. Stattdessen gibt es  Existenzängste.

Freie Musiker und Musikerinnen trifft die Pandemie besonders hart. Sie ist eine Zäsur, ein Innehalten des gesamten Kulturbereiches. Wir realisieren immer mehr, dass ohne Kunst und Musik unsere Tage viel an Attraktivität verlieren. 
Kunst und Kultur sind kein Sahnehäubchen, sondern essentieller Bestandteil unseres Lebens.
Mit den Auftritten wollen wir nicht nur den älteren Menschen eine Freude bereiten. Wir bedanken uns damit auch bei den Beschäftigten für ihre tolle Arbeit.

 

 

www.kultur-tut-Leer-gut.de

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Unsere Stiftung strahlt weit über

Leer hinaus.
 
Unser zehnjähriges Jubiläum
 
wurde von NDR Kultur
gewürdigt.
 
© NDR Foto: Helgard Füchsel

 

 
Kultur tut Leer gut:
Stiftung feiert zehnjähriges Bestehen
von Helgard Füchsle gesendet am 13.2.2021
Christine und Frank Hühns aus Leer zeigen Zuversicht: Sie planen Konzerte - für dieses Jahr. Seit rund zehn Jahren belebt das Paar die Kultur in der Region um Leer mit der Stiftung: "Kultur tut Leer gut"
Es wird Zeit für Lichtblicke im tristen Alltag in den Seniorenheimen rund um Leer, sagen Christine und Frank Hühns. Die Eheleute planen Konzerte vor oder in den Heimen. Details mit den Heimen klären sie noch. Christine Hühns will damit auch die Musiker unterstützen.
"Jetzt brauchen die Musiker wirklich dringend finanzielle Unterstützung und sind froh über jeden Auftritt - also nicht nur finanzielle Unterstützung, die wollen auch auftreten. Die brennen darauf, wieder vor Publikum zu spielen" erzählt Christine Hühns.

Für dieses Jahr plant das Rentnerpaar außerdem Konzerte mit alter Musik in der Kirche und auch ein Konzert mit der Gruppe "Cherry on the Cake". Im vergangenen Jahr musste es ausfallen. Die Karten sind bereits verkauft. Die Eheleute haben schon lange Kontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern der Region. Alles begann vor rund einem Jahrzehnt mit einem Flügel. Der stand bei ihnen zu Hause herum und niemand spielte darauf. Christine und Frank Hühns spendeten ihn kurzerhand an die Kreismusikschule. Und es ist nicht bei einer Spende für die Kultur geblieben. Die Ärzte im Ruhestand gründeten die Stiftung: "Kultur tut Leer gut".
"Wir sind dann relativ schnell dazu über gegangen, dass wir Veranstaltungen für junge, kleine Künstler hier in Leer und umzu zu organisieren, weil wir festgestellt haben, dass sich viele Künstler mit der Organisation von Veranstaltungen ziemlich schwertun", berichtet Frank Hühns. Christine und Frank Hühns unterstützen Jugendliche bei ihren ersten Auftritten und auch Profimusiker, die noch nicht sehr bekannt sind.
Gerade ist eine CD erschienen, die sie gefördert haben - "Les barbares galantes" vom Ensemble "Altera Pars". Die Gruppe erforscht Meisterwerke deutscher Komponisten, die im 18. Jahrhundert in Moskau gewirkt haben. Mittlerweile arbeiten die Rentner zusammen mit 15 ehrenamtlichen Helfern. Für einige Projekte werben sie Mittel ein, beispielsweise von der Ostfriesischen Landschaft. Was sie fördern, entscheiden sie unkompliziert in einem Kuratorium aus vier Personen.
Christine Hühns erzählt: "Wir haben überwiegend klassische Musik gemacht, aber mittlerweile ist auch, Rock, Pop, Jazz, Lesungen, Theater, Ballett, wir sind für alles offen. Mittlerweile ist es auch so, dass sehr viele Künstler an uns herantreten und fragen, ob wir irgendwas für sie tun können." In einem Jahrzehnt sind mehr als 100 Veranstaltungen zusammengekommen. Außerdem hat das Paar noch drei Kochbücher veröffentlicht. Das Besondere: Zugewanderte und Einheimische haben Rezepte zusammengestellt und sie mit Fotos und bunten Zeichnungen illustriert.
Das Paar unterstützt interkulturelle Projekte und organisiert jedes Jahr ein großes Fest unter freiem Himmel mit rund 1.000 Besuchern - viel Arbeit für die Rentnerin: "Die Füße tun schon abends doll weh, weil man den ganzen Tag auf den Beinen ist und wir sind ja nicht nur, wenn die Veranstaltung ab 11-12 Uhr losgeht, wir sind ja dann schon morgens ab 8 Uhr da und hinterher müssen die ganzen Zelte und Bierzeltgarnituren und alles, was man so braucht, dann auch wieder zusammen gebaut und wieder weggeschafft werden. Also das ist schon sehr anstrengend, aber auch total befriedigend und schön."
© NDR Foto: Helgard Füchsel
© NDR Foto: Helgard Füchsel

 

 

 

 

Debütauftritt des Leeraner Quartetto Amabile 

Das Warten auf den ersten Auftritt des Quartetto Amabile hatte ein Ende. In der Evangelisch-reformierten Kirche zu Loga war es am 27.9.2020 endlich so weit.

 Im ersten Teil des Konzertes wurde das Streichquartett d-Moll KV 421 von Wolfgang Amadeus Mozart präsentiert. Es ist das einzige Stück Mozarts, welches fast ausschließlich in Moll geschrieben ist. Verzweiflung und Dramatik stehen dem spielerischen Glanz und Verspieltheit gegenüber.
Nach der Pause das: Streichquartett c-Moll Opus 51 Nr.1 von Johannes Brahms.Es ist nicht nur technisch enorm schwer – nicht nur für die Musiker – sondern auch für den zuhörenden Laien. Mit dem Finale endet das Stück in emotionaler Hochspannung.

„Leichte Stücke können wir spielen, wenn wir achtzig sind“, sagte einer der Musiker.

 

Das Quartett spielte mit Sorgfalt, Hingabe und Begeisterung. Sie sprühten vor Energie und Lust am Zusammenspiel.

 Ausschnitte aus dem Konzert können Sie mit folgenden Link aufrufen:

https://www.youtube.com/watch?v=gyMVxcQM9rc

https://youtu.be/UHjNvscsU-s

 

Es gab drei Zugaben. Das Publikum war begeistert. 

 Sie erreichen uns: info@kultur-tut-leer-gut.de

                              www.kultur-tut-Leer-gut.de

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