Mit diesem Konzert erlebte Leer einen außergewöhnlichen
Jazzabend, der in vielerlei Hinsicht besonders war. Der Kulturspeicher
verwandelte in einen Ort voller musikalischer Energie. Die Stiftung
„Kultur tut Leer gut“ wagte sich mit einem außergewöhnlichen
Gershwin-Konzert auf neues Terrain – und wurde mit einem
begeisterten Publikum belohnt.
Das Trio, bestehend aus einem virtuosen Pianisten, einem
herausragenden Bassisten und einer charismatischen Sängerin,
präsentierte zeitlose Klassiker von George Gershwin in aufregenden
Interpretationen. Trotz des Verzichtes auf ein Schlagzeug fehlte es
dem Ensemble nicht an Rhythmus und Dynamik. Besonders
bemerkenswert war, dass die Musiker erstmals gemeinsam auf der
Bühne standen. Doch gerade diese Premiere verlieh dem Abend eine
besondere Energie. Im Jazz ist alles möglich, und die spontane
Zusammenarbeit der Künstler führte zu einem mitreißenden
musikalischen Dialog, der das Publikum fesselte.
Die hervorragende Moderation führte kenntnisreich und
unterhaltsam durch das Programm, vermittelte spannende
Hintergründe zu Gershwin.
Der Saal war gut gefüllt, die Stimmung durchweg begeistert –
langanhaltender Applaus und zufriedene Gesichter sprachen für sich.
Mit diesem Konzert hat die Stiftung Kultur-tut-Leer-gut nicht nur
bewiesen, dass sie neue Wege geht, sondern auch, dass Jazz in Leer
wieder einen festen Platz hat. Ein rundum gelungener Abend, der
Lust auf mehr macht.
Auf dem Bild: Pianist Michael Kotzian, die Sängerin Johanna
Schneider und der Bassist Alexander Morsey.